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| Sieben Opern, sieben Klavierkonzerte,
16 Oratorien, 16 Ouvertüren, 23 Sinfonien,
400 Chorwerke und ungezählte Lieder – der
Herzogliche Hofkapellmeister zu Dessau Friedrich Schneider
gilt als einer der kreativsten Komponisten seiner Zeit. Auf
eine mögliche Karriere als Thomaskantor in der Musikmetropole
Leipzig hatte er verzichtet und auf die anhaltische Hauptstadt
gesetzt. Dafür haben ihn die Dessauer geliebt. Und sie
hatten allen Grund dazu. Schneider lebte für die Musik.
32 Jahre lang, bis zu seinem Tode am 23. November
1853 gab er in der anhaltischen Residenzstadt erfolgreich den
Ton an. Er erlangte aber nicht nur Ruhm als Komponist und Kapellmeister,
sondern auch als Reformator des Chorwesens und als Initiator
sowie Dirigent der in Mode gekommenen Musikfestspiele. |
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| Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende
Schneider, der bereits mit sechs Jahren seinen Vater beim sonntäglichen
Gottesdienst an der Orgel vertrat, hat seine Herkunft nie vergessen.
So unterrichtete er an der von ihm gegründeten Musikschule
nicht nur den eigenen Nachwuchs und die Kinder aus ?nanzkräftigen
Familien, sondern auch die Talente ohne Geldbeutel. Trotzdem
ist sein ehrgeiziges Werk beinahe in Vergessenheit geraten.
Denn Schneider war ein Anhänger der Wiener Klassik, war
Beethoven, Haydn und Mozart verbunden, doch Mendelssohn Bartholdy
und Wagner bestimmten längst den Geschmack der Zeit. Mit
der Friedrich- Schneider-Ehrung wird die Stadt Dessau im November
an ihre große Musiktradition erinnern und ihres Hofkapellmeisters
gedenken. |
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